Energieversorgung

Transformator eines Gleichrichterunterwerkes

Als "Kraftstoff" wird für die Straßenbahn Fahrstrom benötigt. Dieser gelangt, mit einfachen Worten erklärt, aus einem örtlichen Stromnetz in ein Gleichrichterunterwerk (GUW), wird dort transformiert, gleichgerichtet, verteilt und zur Oberleitung, die fachlich richtig Fahrleitung heißt, sowie von dort über die Stromabnehmer der Straßenbahn selbiger zugeführt. Nachdem der Strom seine Arbeit geleistet hat, gelangt er über die Räder der Straßenbahn, die Schienen und die entsprechenden Rückleiterkabel zurück zum Unterwerk, zu den Gleichrichtern, den Trafos ... Doch so einfach ist die Praxis nicht und vieles bleibt der Öffentlichkeit verborgen.

In Schwerin sorgen 11 Gleichrichterunterwerke (GUW) für die Bereitstellung des Fahrstromes. In diesem Zusammenhang haben die Unterwerke die Aufgabe, den Überlast- und Kurzschlussschutz der Fahrleitungen und der ungesicherten Teile der Straßenbahn (Stromabnehmer, Leitung bis zum Hauptschalter) sicherzustellen. In Schwerin kommen ausschließlich Trocken-Transformatoren zum Einsatz, wodurch Belastungen in Form von Ölaustritten ausgeschlossen sind.

Transformator - Schaltschrank

Die Gleichrichterunterwerke beziehen die elektrische Energie aus dem 20 kV Mittelspannungsnetz des Energieversorgungsunternehmens. Transformatoren mit einer Leistung von 1.000 oder 1.500 kVA setzen diese Spannung auf etwa 525 V herab. Mit Hilfe von Schaltschränken können die Transformatoren überwacht und während Wartungsarbeiten sowie in Havariefällen ab- bzw. zugeschaltet werden.

Gleichrichter

Die transformierte Drehstrom-Spannung wir anschließend mittels Gleichrichter auf etwa 700 V gleichgerichtet.

 

 

 

 

 

 

 

Sammelschiene

Der so "erzeugte" Gleichstrom wird auf eine Minus- und eine Plus-Sammelschiene (links im Bild) eingespeist.

Die Minus-Sammelschiene ist mittels Rückleitungskabeln mit den Schienen der Straßenbahnstrecke verbunden.

 

 

 

 

"Ausgefahrener" Streckenschalter

Von der Plus-Sammelschiene zweigen mehrere Streckenfelder ab. In diesen befinden sich Streckenschalter. Diese müssen in der Lage sein, im Kurzschlussfall Ströme mit mehreren 1.000 A sicher abzuschalten.

 

 

 

 

 

 

Streckenfelder

Die Gleichrichterunterwerke sind durch Lichtwellenleiterkabel mit dem Betriebshof Haselholz verbunden und können hiermit ferngesteuert überwacht und geschaltet werden.

Vom Gleichrichterunterwerk aus wird der Fahrstrom über Erdkabel auf mehrere Speisepunkte der Fahrleitung verteilt. Zur Fahrleitung gehören u. a. Fahrdrähte, Tragseile, Streckentrenner, Mastschalter, Überspannungsschutzeinrichtungen und Isolatoren.

Fahrleitung mit Fahrleitungsmast

Im linken Bild sehen Sie eine Fahrleitung mit Fahrleitungsmast.
An diesem erkenntlich das Signal "St 7" (weißes "T" auf blauem Grund), das die Trennung der Speisebereiche signalisiert.
Der abgebildete Zug ist also soeben aus einem durch einen Streckenschalter eingespeisten Fahrleitungsabschnitt in einen anderen eingefahren.
   

 

 
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