Chronik

Zur Geschichte des Fährverkehrs auf dem Pfaffenteich

Mitten in Schwerin, unweit vom Bahnhof, befindet sich das älteste noch erhaltene Bauwerk der Stadt Schwerin. Es ist kein Gebäude mit Zinnen, Türmen oder altersschwachen Giebeln. Es ist, wie es sich für Schwerin gehört, aus Wasser - der Pfaffenteich.

Den Namen Pfaffenteich verdankt das Gewässer vermutlich den Domherren, die später am Ostufer ihre Gärten bestellten.
Um 1840 begann Baumeister Georg Adolf Demmler am Süd- und Westufer die Phase der Bebauung und Begradigung des Pfaffenteichufers. Um 1865 entstanden die ersten Bauten am Ostufer. Die Stadt dehnte sich immer weiter um den Pfaffenteich aus. So wurde der Teich zum Hindernis, zum Beispiel um auf dem kürzesten Weg zum Bahnhof zu gelangen. Johann Bosselmann gab die Anregung, ein Fährboot einzusetzen.
Am 19. Juli 1879 war es soweit,  es hieß zum ersten Mal "Fährmann, hol über!".

Ruderfähren

Ruderfähre auf dem Pfaffenteich
ab 19. Juli 1879 namenlos
1879 bis 1911 "Fortuna"
1890 bis 1928 "Freya"
1911 bis 1928 "Nymphe"

 


 

 

Motorfähren

Motorfähre auf dem Pfaffenteich im Jahre 1938
1928 bis 1939 "Pfaffenteich Kreuzer"
1928 bis 1938 "Anni"
1938 bis 1939 "Mielekasten"
1946 bis 1955 "Germania"
1949 bis 1954 "Mecklenburg"
1955 bis 1979 "Schwerin"
"Petermännchen Fähre"
seit 19. Juli 1979 "Petermännchen"

Im Jahre 1952 kaufte der Nahverkehr Schwerin ein Boot, das als offene Spreewaldfähre um 1924 gebaut worden war. Nach Umbauten wurde sie mit dem Namen "Schwerin" am 30. Juni zu Wasser gelassen. Bis 1972 fuhr diese Fähre ohne große Veränderungen, außer dass die Holzaufbauten durch Metallelemente ersetzt wurden. 1973 erhielt es nach einem weiteren Umbau seine heutige Form und 1978/79 wurde das Unterwasserteil der Fähre erneuert.

Zum hundertjährigen Jubiläum des Fährbetriebes am 19. Juli 1979 auf dem Pfaffenteich erhielt die Fähre den Namen des Schlossgeistes von Schwerin - "Petermännchen".

1993 wurde die Fähre generalüberholt, d.h., sie ist leiser und manövrierfähiger geworden und seine Rauchfahne ist verschwunden. Es wurde eine neue Bestuhlung im Innenraum der Fähre vorgenommen, neue Fenster eingebaut, eine neue Lichtanlage installiert und selbstverständlich erstrahlt sie in den Farben des Nahverkehrs: weiß, gelb und blau.

 
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