Tarifbestimmungen der Nahverkehr Schwerin GmbH

Geltungsdauer und Geltungsbereich der Fahrausweise

1. Einzelfahrschein

Einzelfahrscheine berechtigen innerhalb des Stadtnetzes oder innerhalb des Landkreisnetzes zu einer Fahrtdauer von 45 Minuten ab Entwertung. Einzelfahrscheine für das Gesamtnetz gelten 60 Minuten ab Entwertung. Dabei darf der Fahrgast innerhalb der Geltungsdauer auf ein anderes Verkehrsmittel des Verkehrsunternehmens umsteigen. Die Umsteigezeit zählt zur Fahrtdauer. Ist das Zeitlimit während der Fahrt abgelaufen, muss erneut ein Fahrschein entwertet werden. Fahrzeugverspätungen werden nicht dem Fahrgast angelastet. In diesen Fällen ist die Fahrtzeit laut Fahrplan ausschlaggebend.

Zur Benutzung von Kinderfahrscheinen sind Kinder vom vollendeten 6. bis zum vollendeten 14. Lebensjahr berechtigt. Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr werden kostenfrei befördert.

2. Kurzstreckenfahrschein

Der Kurzstreckenfahrschein berechtigt zu einer Fahrt innerhalb des Stadtnetzes oder des Landkreisnetzes sowie Gesamtnetz und gilt für 3 aufeinanderfolgende Haltestellenabschnitte laut Fahrplan.
Der Kurzstreckenfahrschein kann an allen Fahrausweisverkaufsautomaten erworben werden und ist zum unmittelbaren Fahrtantritt zu nutzen. Ein Vorverkauf ist nicht möglich. Eine Entwertung ist nicht erforderlich. Es besteht keine Umsteigeberechtigung.

3. Tageskarte

Die Tageskarte gilt vom Zeitpunkt der Entwertung 24 Stunden. Sie berechtigt zu beliebig vielen Fahrten innerhalb des Stadtnetzes oder innerhalb des Landkreisnetzes bzw. im Gesamtnetz des Verkehrsunternehmens.
Zur Benutzung der Kindertageskarte sind Kinder vom vollendeten 6. bis zum vollendeten 14. Lebensjahr berechtigt.

4. Familienkarte

Die Familienkarte gilt vom Zeitpunkt der Entwertung 24 Stunden und berechtigt zu beliebig vielen Fahrten innerhalb des Stadtnetzes oder innerhalb des Landkreisnetzes bzw. im Gesamtnetz des Verkehrsunternehmens.
Sie kann von zwei Erwachsenen und bis zu drei Kindern bis zum vollendeten 14. Lebensjahr genutzt werden.

5. Wochenkarte

Die Wochenkarte ist eine personengebundene Zeitkarte und berechtigt ab Entwertung zu beliebig vielen Fahrten innerhalb des Stadtnetzes oder innerhalb des Landkreisnetzes bzw. im Gesamtnetz des Verkehrsunternehmens. Die Wochenkarte ist vor dem erstmaligen Benutzen vom Inhaber mit einem dokumentsicheren Stift (z. B. Kugelschreiber, Füllfederhalter) auszufüllen (Name, Vorname, Anschrift). Eigenmächtige Änderungen sind nicht zulässig. Bei Kontrollen ist die Wochenkarte zusammen mit einer Original-Lichtbild-Legitimation vorzulegen.
Die Geltungsdauer der Wochenkarte beginnt mit dem Tag der Entwertung (1. Tag) und endet mit dem Ablauf des 7. Tages um 24:00 Uhr.

Ein Beispiel: Wochenkarte mit Datumsaufdruck der Entwertung 07.01.2015
das bedeutet: gültig ab 07.01.2015 (Mittwoch)
gültig bis 13.01.2015, 24:00 Uhr (Dienstag)

6. Monatskarten

Das Verkehrsunternehmen bietet die Monatskarte, die Monatskarte im Ausbildungsverkehr und die Petermännchenkarte als personengebundene Zeitkarten an. Vor dem erstmaligen Benutzen ist die Zeitkarte vom Inhaber mit einem dokumentsicheren Stift (z. B. Kugelschreiber, Füllfederhalter) auszufüllen (Name, Vorname, Anschrift). Eigenmächtige Änderungen sind nicht zulässig. Diese Zeitkarten berechtigen ab Entwertung zu beliebig vielen Fahrten innerhalb des Stadtnetzes oder innerhalb des Landkreisnetzes bzw. im Gesamtnetz des Verkehrsunternehmens. Beginnt die Gültigkeitsdauer am ersten Tag des Kalendermonats, erlischt sie mit Ablauf des letzten Tages dieses Monats. Beginnt sie an einem anderen Tag, erlischt sie mit Ablauf des Tages des Nachmonats, der in der Zahl dem ersten Tag der Geltungsdauer vorangeht.

Ein Beispiel: Monatskarte mit Datumsaufdruck der Entwertung 06.01.2015
das bedeutet: gültig ab 06.01.2015
gültig bis 05.02.2015, 24:00 Uhr

Bei den am 30. und 31. Januar entwerteten Monatskarten erlischt die Geltungsdauer mit Ablauf des letzten Tages des Monats Februar. An Wochenenden (Samstag, 00:00 Uhr bis Sonntag, 24:00 Uhr) und an Feiertagen in Mecklenburg-Vorpommern kann der Inhaber der Monatskarte (außer Monatskarte im Ausbildungsverkehr) seinen Ehepartner oder seinen Partner aus der eingetragenen Lebenspartnerschaft und alle im Haushalt des Karteninhabers lebenden Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr unentgeltlich mitnehmen.
Bei Kontrollen ist die Monatskarte zusammen mit einer Original-Lichtbild-Legitimation vorzulegen.
Inhaber einer Petermännchenkarte sind montags bis freitags in der Zeit von 05:00 Uhr bis 09:00 Uhr von der Beförderung ausgeschlossen. An Wochenfeiertagen in Mecklenburg-Vorpommern gilt diese Regelung nicht. Bei Kontrollen ist die Petermännchenkarte zusammen mit einer Original-Lichtbild-Legitimation vorzulegen.

7. Mobilticket

Das Mobilticket ist eine übertragbare Monatskarte und damit nicht personengebunden. Der Verkauf erfolgt nur über die personenbedienten Verkaufsstellen am Marienplatz und Platz der Freiheit. Das Mobilticket gilt für eine Person, muss vom Benutzer mitgeführt werden und berechtigt zu beliebig vielen Fahrten innerhalb des Stadtnetzes oder innerhalb des Landkreisnetzes bzw. im Gesamtnetz des Verkehrsunternehmens. Eine Rückerstattung von Fahrgeld gemäß § 10 (3) der Verordnung über die Allgemeinen Beförderungsbedingungen für den Straßenbahn- und Obusverkehr erfolgt erst mit dem Tag der Rückgabe oder des Datums des Poststempels. Ein früherer Zeitpunkt wird auf Grund der Möglichkeit der Übertragung des Mobiltickets auf andere Personen ausgeschlossen.
Eine Reduzierung des erhöhten Beförderungsentgeltes gemäß § 9 (3) der Verordnung über die Allgemeinen Beförderungsbedingungen für den Straßenbahn- und Obusverkehr von 60,00 € auf 7,00 € ist bei nachträglicher Vorlage des Mobiltickets auf Grund der Übertragbarkeit nicht möglich.
Im Übrigen gelten die Bestimmungen zu den Monatskarten.

8. City-Ticket

DB-Fahrkarten im Fernverkehr mit dem Aufdruck "Schwerin+City" (City-Ticket) in Verbindung mit der BahnCard 25 und der BahnCard 50 (für alle eingetragenen Personen auf der DB-Fahrkarte) sowie die BahnCard 100 berechtigen zur Nutzung der Verkehrsmittel des Verkehrsunternehmens innerhalb der Stadtgrenzen von Schwerin.
Das City-Ticket gilt für eine Fahrt (im Sinne einer Einzelfahrt) zum Startbahnhof oder bei Ankunft am Zielbahnhof für eine Fahrt in Richtung endgültiges Fahrtziel in der Zone 1 (Stadtnetz) am aufgedruckten Geltungstag.
Bei Fahrtunterbrechung gilt es am Datum des letzten Zangenabdrucks auf der Fahrkarte bis 03:00 Uhr des Folgetages. Für die Rückfahrt gilt das angegebene Rückreisedatum für eine Fahrt in Richtung Bahnhof.
Die BahnCard 100 trägt den Aufdruck "+ City". Sie ist eine Mobilitätskarte und gilt für beliebig viele Fahrten im Stadtnetz (Zone 1).
Die Nahverkehr Schwerin GmbH erhält für die Nutzung der Verkehrsmittel einen Fahrpreisanteil in der vertraglich festgelegten Höhe je verkauftes City-Ticket mit Ziel Schwerin.
Eine Nichtnutzung des City-Tickets begründet keinen Anspruch auf Fahrpreiserstattung.

Mitnahme Hund/Fahrrad

Für die Beförderung von Hunden und Fahrrädern ist ein Fahrausweis zum Grundtarif (Einzelfahrschein, Kurzstreckenfahrschein, Tageskarte, Wochenkarte, Monatskarte) oder die Petermännchenkarte, Abo-Monatskarte, Abo-Petermännchenkarte für das Stadtnetz oder das Landkreisnetz bzw. das Gesamtnetz des Verkehrsunternehmens zu nutzen.
Kinder zwischen dem vollendeten 6. bis zum vollendeten 14. Lebensjahr haben für ihr Fahrrad einen Kinderfahrschein oder eine Kindertageskarte zu nutzen.
Der Fahrausweis hat nur Gültigkeit für den Hund bzw. das Fahrrad, nicht für die Begleit- bzw. Transportperson selbst. Eine Mitnahmeberechtigung an Wochenenden und Feiertagen in Mecklenburg-Vorpommern wird für Fahrräder und Hunde ausgeschlossen. Die Gültigkeit des gewählten Fahrausweises beginnt mit dem Zeitpunkt der Entwertung. Die Geltungsdauer ist im Abscnitt darüber geregelt.
Die Zeitkarten (außer im Abonnement), die zur Beförderung von Hunden oder Fahrrädern genutzt werden, sind vom Inhaber mit der persönlichen Anschrift mit einem dokumentsicheren Stift (z. B. Kugelschreiber, Füllfederhalter) zu versehen. Eigenmächtige Änderungen sind im Nachhinein nicht zulässig. Ermäßigte Zeitkarten für Schüler gelten für Fahrräder und Hunde nicht. Die Unterbringung des Fahrrades erfolgt auf dem Platz, der für die Rollstuhl- und Kinderwagenbeförderung vorgesehen ist. Das Fahrrad ist entsprechend zu sichern. Bei Auslastung dieses Platzes haben Rollstühle und Kinderwagen Vorrang.
Hunde werden nur unter Aufsicht einer hierzu geeigneten Person befördert. Hunde, die Mitreisende gefährden können, müssen einen Maulkorb tragen. Es besteht für alle Hunde Leinenpflicht. Die Hunde sind kurz an der Leine zu führen.

Unentgeltliche Beförderung

Das Verkehrsunternehmen befördert unentgeltlich:

  • Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr sowie ein evtl. mitgeführtes Kinderfahrrad
  • Schwerbehinderte, die nach dem Sozialgesetzbuch – Neuntes Buch (SGB IX) - das Recht auf unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Personenverkehr in Anspruch nehmen können. Zum Nachweis der Berechtigung müssen der Schwerbehindertenausweis und das Beiblatt mit gültiger Wertmarke des Versorgungsamtes vorgelegt werden.
  • Begleiter von Schwerbehinderten und/oder Begleithunde, wenn die Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitperson (Merkzeichen „B“) aus dem Schwerbehindertenausweis hervorgeht.
  • Kinderwagen, Handgepäck
  • Fahrräder und Roller im zusammengeklappten Zustand sowie Einräder; ein Anspruch auf Beförderung besteht aber nur im Rahmen der Beförderungsbedingungen und Kapazitäten - Kleinsttiere (darunter Hunde kleiner Rassen), die ab Betreten des Fahrzeuges in geeigneten Behältern gehalten werden,
  • Krankenfahrstühle, orthopädische Hilfsmittel, Führhunde oder Behindertenbegleithunde,
  • Elektro-Scooter unter Einhaltung der ISO-Maßnahmen und geltenden Gewichtsgrenzen, wenn der Nutzer eine amtlich anerkannte Gehbehinderung besitzt (Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen „G“),
  • bei gemeinsamen Fahrten von Kindergartengruppen alle Kinder, auch wenn einzelne Kinder bereits älter als 6 Jahre sind. Diese Freifahrtregelung gilt nicht für Begleitpersonen.

Monatskarten im Abonnement (Abo)

1. Bedingungen zum Erwerb und zur Nutzung von Abonnements

Der Vertrag kommt mit dem Eingang des ordnungsgemäß ausgefüllten und unterschriebenen Antragsformulars zustande. Der Abo-Antrag kann entweder in den unternehmenseigenen Verkaufsstellen abgegeben oder per Post zugesandt werden. Die Vertragslaufzeit beginnt, bei einem Antragseingang bis spätestens zum 10. eines Monats, am 1. des Folgemonats. Der Einzug des Beförderungsentgeltes per SEPA-Lastschriftauftrag erfolgt jeweils ab dem 11. des Monats vor Beginn der Gültigkeit der Abo-Karte.
Nach erfolgter Abbuchung wird die Abo-Karte zugestellt.
Erhält ein Abonnent die Abo-Karte nicht bis zum 28. des vor dem Beginn des Abo-Zeitraumes vorausgehenden Monats, so hat der Abonnent dies unverzüglich dem Verkehrsunternehmen mitzuteilen. Beanstandungen bezüglich der Ausfertigung der Abo-Karte sind nach Erhalt durch den Abonnenten dem Verkehrsunternehmen zu melden. Für entstehende Kosten (z. B. Rückbuchung/Rücklastschrift) kommt der Abonnent auf.
Der Vertrag verlängert sich automatisch um jeweils einen Monat bis er gekündigt wird.

2. Tarifänderung

Bei Fahrtarifänderungen wird der monatliche Einzugsbetrag ab dem Änderungszeitpunkt entsprechend angepasst. Der bis zu diesem Zeitpunkt gewährte Treuerabatt bleibt erhalten.

3. Änderungen

Änderungen der persönlichen Daten sind dem Verkehrsunternehmen unverzüglich schriftlich mitzuteilen. Eigenmächtige Änderungen auf der Abo-Karte sind nicht zulässig. Bei Änderung der Bankverbindung ist der Änderungsmitteilung eine neue vom Kontoinhaber unterzeichnete Einzugsermächtigung beizufügen.

4. Verlust

Bei Verlust der Abo-Karte erhält der Abonnent Ersatz.

5. Tarifbestimmungen

Das Verkehrsunternehmen bietet die Monatskarte, die Monatskarte im Ausbildungsverkehr und die Petermännchenkarte für das Stadtnetz oder das Landkreisnetz bzw. das Gesamtnetz im Abonnement an.
Auf den Monatskartengrundpreis werden folgende Treuerabattstufen gewährt:
1., 2., 3. Monat Sortimentsgrundpreis
4., 5., 6. Monat 2 % vom Sortimentsgrundpreis
7., 8., 9. Monat 4 % vom Sortimentsgrundpreis
ab 10. Monat bis zur Kündigung 6 % vom Sortimentsgrundpreis
Die Abo-Karten sind personengebundene Zeitkarten und berechtigen zu beliebig vielen Fahrten innerhalb des Stadtnetzes oder innerhalb des Landkreisnetzes bzw. im Gesamtnetz des Verkehrsunternehmens. Die Gültigkeit beginnt mit dem Monatsersten und endet mit dem Monatsletzten. Die vom Abonnenten erworbene Abo-Karte ist bei der Zustellung mit dem Gültigkeitsmonat/-jahr und mit den Daten des Inhabers der Abo-Karte (Name, Vorname, Anschrift) versehen.
An Wochenenden (Samstag, 00:00 Uhr bis Sonntag, 24:00 Uhr) und an Feiertagen in Mecklenburg-Vorpommern kann der Inhaber der Abo-Karte (außer Abo-Monatskarte im Ausbildungsverkehr) seinen Ehepartner oder seinen Partner aus der eingetragenen Lebenspartnerschaft und alle im Haushalt des Karteninhabers lebenden Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr unentgeltlich mitnehmen.

6. Abo-Monatskarte

Bei Kontrollen ist die Abo-Monatskarte zusammen mit einer Original-Lichtbild-Legitimation vorzulegen.
Im Übrigen gelten die Tarifbestimmungen.

7. Abo-Monatskarte im Ausbildungsverkehr

Zur Benutzung der Abo-Monatskarte im Ausbildungsverkehr ist der unter Punkt 4 genannte Personenkreis berechtigt. Bei Kontrollen ist die Zeitkarte zusammen mit einem Schülerausweis, Lehrlingsausweis, Studentenausweis bzw. Berechtigungsausweis des Verkehrsunternehmens, versehen mit dem aktuellen Nachweis des Schul-/Ausbildungsjahres bzw. Semesters, vorzulegen.
Fehlt auf diesen Originaldokumenten ein Lichtbild, ist zusätzlich eine Original-Lichtbild-Legitimation vorzulegen. Bescheinigungen von Bildungsträgern haben keine Gültigkeit.
Der Nachweis des Schuljahres ist bei schulpflichtigen Personen bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres nicht erforderlich. Die Mitnahmeberechtigung an Wochenenden und Feiertagen gilt für die Abo-Monatskarte im Ausbildungsverkehr nicht.
Im Übrigen gelten die Tarifbestimmungen.

8. Abo-Petermännchenkarte

Inhaber der Abo-Petermännchenkarte sind montags bis freitags in der Zeit von 05:00 Uhr bis 09:00 Uhr von der Beförderung ausgeschlossen. An Wochenfeiertagen in Mecklenburg-Vorpommern diese Regelung nicht. Bei Kontrollen ist die Abo-Petermännchenkarte zusammen mit einer Original-Lichtbild-Legitimation vorzulegen.
Im Übrigen gelten die Tarifbestimmungen.

9. Beendigung und Änderung des Vertrages

Das Monatskartenabonnement kann monatlich gekündigt werden (ordentliche Kündigung). Die Kündigung muss spätestens am 10. des Vormonats zum beabsichtigten Abo-Ende schriftlich im Verkehrsunternehmen vorliegen. Der Wechsel von einem Abo-Sortiment in ein anderes ist ohne Verlust der bis dahin gewährten Rabatte möglich.
Der beabsichtigte Sortimentswechsel muss spätestens bis zum 10. des Vormonats zum beabsichtigten Wechsel dem Unternehmen schriftlich angezeigt werden.
Eine zeitweilige Unterbrechung des Abonnements ist nicht gestattet. Sie kommt einer Kündigung gleich. Kommt es zu einer Rücklastschrift (SEPA-Lastschrifteinzug wird durch das Kreditinstitut des Abonnenten zurückgewiesen), erhält der Abonnent eine schriftliche Kündigung und der Versand der Abo-Karten wird eingestellt. Wird ein Vertrag gekündigt, erlischt die Rabattgewährung.

Internetbestellung

Das Verkehrsunternehmen bietet eine Internetbestellung von Monatskarten auf der Homepage unter [www.nahverkehr-schwerin.de/bestellen] an.

Fahrgäste können hier einmalig die Monatskarte, die Monatskarte im Ausbildungsverkehr oder die Petermännchenkarte mit einer Gültigkeit für das Stadtnetz oder das Landkreisnetzes bzw. das Gesamtnetz des Verkehrsunternehmens bestellen. Die Bestellung muss bis zum 10. des Monats für den Folgemonat erfolgen. Spätere Bestellungen können nicht mehr berücksichtigt werden. Der Einzug des Beförderungsentgeltes per SEPA-Lastschriftauftrag erfolgt ab dem 11. des Monats vor Beginn der Gültigkeit der Monatskarte. Nach erfolgter Abbuchung wird die personengebundene Karte zugestellt. Für entstehende Kosten (z. B. Rückbuchung/Rücklastschrift) kommt der Besteller auf. Die Gültigkeit beginnt mit dem Monatsersten und endet mit dem Monatsletzten. Die Karte ist bei der Zustellung mit dem Gültigkeitsmonat/-jahr und mit den Daten des Bestellers (Name, Vorname, Anschrift) versehen und berechtigt zu beliebig vielen Fahrten innerhalb des Stadtnetzes oder innerhalb des Landkreisnetzes bzw. im Gesamtnetz des Verkehrsunternehmens während des Gültigkeitsmonats.

An Wochenenden (Samstag, 00:00 Uhr bis Sonntag, 24:00 Uhr) und an Feiertagen in Mecklenburg-Vorpommern kann der Inhaber (außer Monatskarte im Ausbildungsverkehr) seinen Ehepartner oder seinen Partner aus der eingetragenen Lebenspartnerschaft und alle im Haushalt des Karteninhabers lebenden Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr unentgeltlich mitnehmen.

Jobticket

Das Jobticket erhält der Fahrgast von seiner Firma, Institution oder Einrichtung, die mit dem Verkehrsunternehmen einen Vertrag zur Nutzung des Jobticket abgeschlossen hat.

Teilnahmevoraussetzung

Der Vertragspartner agiert als Vertreter des Verkehrsunternehmens und wickelt den Jobticketverkauf in deren Namen und für deren Rechnung ab. Grundsätzlich wird die Mindestteilnehmerzahl für das Jobticket auf 30 festgelegt. Personen, die zur Inanspruchnahme der Fahrpreisermäßigung für Auszubildende berechtigt sind, sind von der Nutzung der Jobtickets ausgeschlossen.
Firmen mit kleinen Belegschaftszahlen haben die Möglichkeit, sich zusammenzuschließen. Aus diesem Verbund tritt eine Firma als Vertragspartner gegenüber dem Verkehrsunternehmen auf.

Bestimmungen zum Jobticket

Das Jobticket (bestehend aus 12 Monatskarten, beginnend immer am 1. eines Monats) berechtigt zu beliebig vielen Fahrten entsprechend dem aufgedruckten Geltungsmonat und –jahr innerhalb des Stadtnetzes oder innerhalb des Landkreisnetzes bzw. im Gesamtnetz des Verkehrsunternehmens. Das Jobticket ist personengebunden. Jede Monatskarte des Jobtickets ist mit Vor- und Zunamen sowie der vollständigen persönlichen Anschrift des Inhabers zu versehen. Das Ticket ist mit einem dokumentsicheren Stift (z. B. Kugelschreiber, Füllfederhalter) auszufüllen.
Eigenmächtige Änderungen durch den Nutzer sind nicht zulässig.
Bei eingetretenen Veränderungen zur Person oder Anschrift ist die Firma, die Institution oder Einrichtung zu informieren. Sie nimmt die Änderungen auf der Zeitkarte vor und teilt dieses zeitnah in schriftlicher Form dem Verkehrsunternehmen mit.
An Wochenenden (Samstag, 00:00 Uhr bis Sonntag, 24:00 Uhr) und an Feiertagen in Mecklenburg-Vorpommern kann der Inhaber des Jobtickets seinen Ehepartner oder seinen Partner aus der eingetragenen Lebenspartnerschaft und alle im Haushalt des Karteninhabers lebenden Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr unentgeltlich mitnehmen.
Bei Kontrollen ist das Jobticket zusammen mit einer Original-Lichtbild-Legitimation vorzulegen.

Ausgabe der Jobtickets

Die Ausgabe der Jobtickets erfolgt durch das Verkehrsunternehmen an den Vertragspartner. Die Weitergabe an die Nutzer obliegt dem Vertragspartner. Die Jobtickets dürfen nur an Mitarbeiter des eigenen Unternehmens ausgegeben werden. Eine entgeltliche oder unentgeltliche Weitergabe an Dritte ist nicht zulässig.
Bei Verlust oder Zerstörung des Jobtickets wird kein Ersatz geleistet und kein Fahrgeld rückerstattet.
Das Verkehrsunternehmen erhält vom Vertragspartner eine namentliche Aufstellung der Nutzer.

Fahrpreise

Der Fahrpreis der Monatskarten des Jobtickets entspricht dem bei Vertragsabschluss gültigen Tarif des Verkehrsunternehmens. Im Fahrpreis ist die gültige Mehrwertsteuer enthalten. Eine Verringerung des Fahrpreises durch und zu Lasten des Vertragspartners gegenüber seinen Mitarbeitern ist möglich. Die Bezahlung des Jobtickets durch den Vertragspartner erfolgt als einmalige Zahlung des Gesamtfahrpreises vor Vertragsbeginn entsprechend des vereinbarten Vertragszeitraumes. Bei Änderung der Beförderungstarife des Verkehrsunternehmens innerhalb der Laufzeit des Vertrages verlieren die Jobtickets zum Zeitpunkt der Änderung ihre Gültigkeit. Eine Rückerstattung des bereits entrichteten Fahrpreises für die restlichen Monatskarten des Jobtickets erfolgt in diesem Fall gegen Rückgabe der Monatskarten an das Verkehrsunternehmen.
Für die Rückerstattung von Beförderungsentgelt gilt ansonsten als Berechnungszeitraum immer der Kalendermonat. Ausfallzeiten, wie z. B. Dienstreisen, Urlaub sind im Preis des Jobtickets berücksichtigt.

Vertragsdauer

Der Vertrag über das Jobticket beginnt zum 1. Kalendertag eines Monats und wird über einen Zeitraum von 12 Monaten abgeschlossen.
 Eine zeitweilige Unterbrechung des Jobtickets ist während der Vertragslaufzeit nicht gestattet. Sie kommt einer Kündigung gleich.

Außerordentliche Kündigung

Im Falle einer Kündigung während der Vertragslaufzeit durch den Vertragspartner sind die nicht mehr benötigten Monatskartenabschnitte der Jobtickets innerhalb einer Woche nach Eintritt der Beendigung des Vertrages beim Verkehrsunternehmen abzuliefern.
Eine Rückerstattung für nicht abgegebene bzw. verspätet vorgelegte Monatskartenabschnitte ist ausgeschlossen. Die Nahverkehr Schwerin GmbH kann den Vertrag kündigen, wenn eine missbräuchliche Verwendung des Jobtickets festgestellt wird.
Für die bereits genutzten Monate wird der Differenzbetrag zwischen Jobticket und Monatskartengrundtarif nach erhoben und ein Bearbeitungsentgelt in Höhe von 2,00 € je Karte berechnet.

Weitere Bestimmungen

Es gelten die Verordnung über die Allgemeinen Beförderungsbedingungen für den Straßenbahn- und Obusverkehr sowie den Linienverkehr mit Kraftfahrzeugen, untersetzt durch die vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommerns genehmigten Besonderen Beförderungsbedingungen der Nahverkehr Schwerin GmbH und die Tarifbestimmungen der Nahverkehr Schwerin GmbH.

Ausscheiden einzelner Mitarbeiter

Scheidet ein Mitarbeiter des Vertragspartners aus dem Vertrag aus, so wird dessen Jobticket ungültig. Der Vertragspartner zieht das Jobticket ein. Beim Ausscheiden einzelner Nutzer aus dem Jobticket-Vertrag vor Ablauf des Vertrages wird für die bereits genutzten Monate der Differenzbetrag zwischen Jobticket und Monatskartengrundtarif nach erhoben und ein Bearbeitungsentgelt in Höhe von 2,00 € je Karte berechnet.
Diese Regelung tritt außer Kraft, wenn persönliche Verhältnisse den Abbruch des Abonnements rechtfertigen, wie
- Ausscheiden aus der Firma,
- Verzug aus dem Bedienungsgebiet des Verkehrsunternehmens,
- langwierige Erkrankung,
- Tod.

Prüfungen

Die Nahverkehr Schwerin GmbH nimmt die Prüfung über die Einhaltung der Benutzungsbedingungen beim Vertragspartner unregelmäßig und unvermutet vor.

Einzelheiten der Abwicklung

Die Einzelheiten der Abwicklung des Jobticket-Vertrages werden auf der Grundlage der Bestimmungen des Nahverkehrstarifes in einem Vertrag zwischen dem jeweiligen Vertragspartner und der Nahverkehr Schwerin GmbH geregelt.

Gerichtsstand

Gerichtsstand ist Schwerin.

Dauerparkausweise

Die Parkkarte der Dauerparkkunden der Parkplätze „Am Hauptbahnhof“ und „Jägerweg“ berechtigt zur Freifahrt zwischen den Haltestellen „Platz der Jugend“, „Hauptbahnhof P+R“, „Friedrichstraße“ und „Platz der Freiheit“.
Die Dauerparkkarte gilt nur für eine Person. Eine Mitnahmeberechtigung ist ausgeschlossen.
Die Anträge für Dauerparkplätze und die Geschäftsbedingungen dazu sind auf der Homepage des Verkehrsunternehmens unter [www.nahverkehr-schwerin.de/parken/parken_dauer.html] veröffentlicht.

Ungültige Fahrausweise

Fahrausweise, die entgegen der Vorschriften der Beförderungsbedingungen oder des Beförderungstarifs benutzt werden, sind ungültig und werden eingezogen; dies gilt auch für Fahrausweise, die

  1. nicht vorschriftsmäßig ausgefüllt sind und trotz Aufforderung nicht sofort ausgefüllt werden,
  2. nicht mit aufgeklebter Wertmarke versehen sind,
  3. zerrissen, zerschnitten oder sonst stark beschädigt, stark beschmutzt oder unleserlich sind, so dass sie nicht mehr geprüft werden können,
  4. eigenmächtig geändert werden,
  5. von Nichtberechtigten benutzt werden,
  6. zu anderen als den zulässigen Fahrten benutzt werden,
  7. wegen Zeitablaufs oder aus anderen Gründen verfallen sind,
  8. ohne das erforderliche Lichtbild benutzt werden.

Fahrgeld wird nicht erstattet.
Ein Fahrausweis, der nur in Verbindung mit einem Antrag oder einem im Beförderungstarif vorgesehenen Personenausweis zur Beförderung berechtigt, gilt als ungültig und kann eingezogen werden, wenn der Antrag oder Personenausweis auf Verlangen nicht vorgezeigt wird.

Erhöhtes Beförderungsentgelt

Das erhöhte Beförderungsentgelt beträgt nach § 9 (3) der Verordnung über die Allgemeinen Beförderungsbedingungen für den Straßenbahn- und Obusverkehr sowie den Linienverkehr mit Kraftfahrzeugen (VO über die AllgBefBed) zur Zeit 60,00 €. Wird die Fahrt fortgesetzt, ist neben dem erhöhten Beförderungsentgelt der Fahrpreis (§ 6 der VO über die AllgBefBed) zu entrichten, ansonsten wird eine weitere Beförderung ausgeschlossen. Ein Fahrgast ist zur Zahlung eines erhöhten Beförderungsentgelts verpflichtet, wenn er

  1. sich keinen gültigen Fahrausweis beschafft hat,
  2. sich einen gültigen Fahrausweis beschafft hat, diesen jedoch bei einer Überprüfung nicht vorzeigen kann,
  3. den Fahrausweis nicht oder nicht unverzüglich im Sinne des § 6 Abs. 3 der VO über die AllgBefBed entwertet hat oder entwerten ließ oder
  4. den Fahrausweis auf Verlangen nicht zur Prüfung vorzeigt oder aushändigt. Eine Verfolgung im Straf- oder Bußgeldverfahren bleibt unberührt.

Die Vorschriften unter den Nr. 1 und 3 werden nicht angewendet, wenn das Beschaffen oder die Entwertung des Fahrausweises aus Gründen unterblieben sind, die der Fahrgast nicht zu vertreten hat.
In den Fällen des Abs. 2 kann der Unternehmer ein erhöhtes Beförderungsentgelt bis zu 60,00 Euro erheben. Er kann jedoch das Doppelte des Beförderungsentgeltes für einfache Fahrt auf der vom Fahrgast zurückgelegten Strecke erheben, sofern sich hiernach ein höherer Betrag als nach Satz 1 ergibt; hierbei kann das erhöhte Beförderungsentgelt nach dem Ausgangspunkt der Linie berechnet werden, wenn der Fahrgast die zurückgelegte Strecke nicht nachweisen kann.
Das erhöhte Beförderungsentgelt ermäßigt sich im Falle von Abs. 2 Nr. 2 auf 7 Euro, wenn der Fahrgast innerhalb einer Woche ab dem Feststellungstag bei der Verwaltung des Unternehmers nachweist, dass er im Zeitpunkt der Feststellung Inhaber einer gültigen persönlichen Zeitkarte war.
Bei Verwendung von ungültigen Zeitkarten bleiben weitergehende Ansprüche des Unternehmers unberührt.

 
Kontakt
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Zentrale: 0385 3990-0
Fahrplan: 0385 3990-222
Kundendienst: 0385 3990-333
Leitstelle: 0385 3990-444
Abo-Kunden: 0385 3990-555
Tariffragen: 0385 3990-666
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